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Self-Hosting vs. Cloud-Software: Ein Anfängerleitfaden

Marcus KleinMarcus KleinMay 4, 20262 Min. Lesedauer
Reviewed by Daniel Volkov

Self-Hosting ist ins Mainstream übergegangen — Nextcloud, Mastodon, Jellyfin, Home Assistant, Supabase, Tailscale und Co. Die Rechnung scheint einfach: einmal für Hardware zahlen, alle SaaS-Features gratis bekommen. Die Realität ist differenzierter.

Kostenrechnung, ehrlich

Ein $400-Mini-PC, der 24/7 läuft, plus Strom bei $0,20/kWh = ~$50/Jahr. Die Hardware amortisiert sich über 5 Jahre. Self-Hosting „kostet" also ungefähr $130/Jahr. Das schlägt Microsoft 365 Family-Lizenzen ($100/Jahr) nur, wenn du MEHR als ein Produkt auf derselben Box betreibst.

Zeitrechnung, ehrlich

Einmalige Einrichtung dauert 4-12 Stunden für eine typische App. Monatliche Wartung bedeutet ~1-2 Stunden für Patches, Monitoring, gelegentliche Fixes. Wenn deine Zeit $30/Stunde wert ist, sind das $30-60/Monat pro App — viel mehr als die SaaS-Rechnung.

Wann Self-Hosting gewinnt

Du magst das Basteln. Du betreibst mehrere Apps auf einer Box (die Grenzkosten nähern sich null). Du brauchst Datensouveränität. Du lernst sinnvolle Skills. Du willst Datenschutz vor dem SaaS-Anbieter.

Wann SaaS gewinnt

Du willst, dass es einfach funktioniert. Du willst nicht um 23 Uhr debuggen. Die Daten müssen nicht souverän sein. Das SaaS-Team hat 24/7-Ops, die du nicht hast.

Fazit

Für die meisten Menschen ist die richtige Antwort hybrid: Self-Host die Dinge, die dir wichtig sind (Vaultwarden für Passwörter, Pi-hole für DNS, Nextcloud für Dateien), zahle für die Dinge, die einfach funktionieren müssen (Email, Videokonferenzen, Produktivitätssuite).


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